2017

Marianne Ehlers leest Geschichten ut mien Bökerschapp

 

Zur diesjährigen Weihnachtsfeier hatten wir Marianne Ehlers eingeladen. Mit „Geschichten ut mien Bökerschapp“ stimmte Frau Ehlers uns auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein – natürlich op platt. Die Bibliothekarin und Autorin, die sich nicht nur im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund stark macht für die plattdeutsche Sprache, hatte zahlreiche eigene Geschichten und Gedichte, aber auch von bekannten Autoren wie Reimer Bull mit nach Kropp gebracht. An geschmückten Tischen unterm großen Tannenbaum, mit Butterbrot und selbstgebackenen Plätzchen und Gewürzkuchen, lauschten rund 90 Landfrauen den besinnlichen und lustigen Geschichten. An mancher Stelle fühlte sich die eine oder andere Landfrau in die eigene Kindheit zurück versetzt. Gemeinsame Lieder, auch auf platt, rundeten den Abend ab. Hier und da wurde an den Tischen noch schnell ein Rezept ausgetauscht, bevor man in den Endspurt für Weihnachten startete. (ure)

 

Zu unserer gemeinsamen Veranstaltung mit der Spätlese und der ev. Frauenhilfe haben wir den Kropper Imker Herrn Senkbeil eingeladen. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken, es wurde "Bienenstich" gereicht, hat Herr Senkbeil voller Begeisterung über "Die Honigbiene in Kropp" referiert. Über die Bienenvermehrung und über das Einfangen von Schwärmen wurden wir informiert. Wir haben erfahren, dass Kropp Nachholbedarf in Sachen Bienenvölker hat, der Ort verträgt noch ca. 30 Völker, Die Verteilung der Standorte sind ungleich und somit auch die Bestäubungsleistung. Auf die Bestäubung der Honigbiene sind 70 Prozent aller Nutzpflanzen angewiesen. Wir erhielten auch eine kleine Liste der Pflanzen, die die Bienen während ihrer Flugzeit von Frühling bis Herbst bevorzugt anfliegen. Falls Sie jetzt im Herbst noch etwas pflanzen wollen, beachten Sie doch bitte die untenstehende Liste.

Daniel Lorenzen, Bäckermeister aus Joldelund, berichtete uns LandFrauen auf unserer Erntedankfeier aus seiner Zeit als Wandergeselle. Über 3 Jahre lang bereiste er nicht nur Europa von Nord nach Süd, sondern auch Dubai, Australien und Neuseeland und erlebte die Höhen und Tiefen des Lebens auf der Walz. Durch seinen wunderbaren Vortrag ließ er uns daran teilnehmen. Voller Humor erzählte er uns von seinen Begegnungen mit den Menschen, die er auf der Walz kennenlernte. Brachte uns seine tief empfundenen Gefühle näher, z. B. das erste Weihnachtsfest ohne seine große Familie, das erste Treffen mit seiner großen Liebe oder als er voller Dankbarkeit und Ehrfurcht an das 100jährige Tagebuch eines Wandergesellen dachte, welches er zum Lesen vom Bäcker aus Bamberg erhalten hatte. Außerdem klärte er uns über einige Regeln und Bräuche auf. Auch die Farben der Zunftkleidung sind je nach Beruf unterschiedlich. Sogar einige Zunftlieder hat er dargeboten. Die Zeit verging im Flug, wir konnten leider nicht alle Länder mit ihm bereisen, vielleicht kommt er noch mal wieder nach Kropp und nimmt uns dann dorthin mit.

Der NDR-Gartenexperte Thomas Balster war bei der

 

Siedlergemeinschaft Kropp und bei uns, dem LandFrauenVerein zu Gast.

 

Wir hörten seinen Vortrag „rund um den Garten im Frühjahr“ und erhielten

 

sehr viele Informationen und Tipps auf humorvolle Art und Weise.

 

 

 

Höflichkeiten und Etikette – modern wie eh und je

 

Warum nimmt man am Tisch die Mütze ab? In welcher Reihenfolge begrüße ich die Gäste? Wer bietet wem das „Du“ an? Diese und viele weitere Fragen wurden bei unserem Frauenfrühstück  von Referentin Sonja Stümer aus Niebüll erklärt. Die Inhaberin einer Tanzschule vermittelt moderne Umgangsformen in ihren Unterrichten und Vorträgen.  „Bei den Landfrauen bin ich besonders gern“, sagte Stümer zur Begrüßung, „da lerne ich jedes Mal etwas dazu“. Gemeinsam mit der Amtsvolkshochschule Kropp-Stapelholm hatten wir LandFrauen aus Kropp und Umgebung zum gemeinsamen Frühstück in den Gasthof Bandholz nach Kropp eingeladen. Rund einhundert Gäste verfolgten nach dem Essen den humorvollen Vortrag über Höflichkeit und Etikette. Sehr viel habe sich in den letzten Jahrzehnten in Sachen „gutes Benehmen“ nicht geändert, erklärte die Fachfrau. „Liebe Frauen, Männer können sich nur gut benehmen, wenn wir sie lassen“. Früher sei es selbstverständlich gewesen, dass Mann der Frau in den Mantel  hilft, die Autotür aufhält  oder im Restaurant für sie den schönsten Platz aussucht. „Mit Manieren werden Regeln für das Zusammenleben aufgestellt. Wir können die Welt nur besser machen, wenn wir Vorbild sind“, sagte Sonja Stümer und führte zahlreiche Beispiele an. Zur Höflichkeit gehöre auch, spontan eine Freundin anzurufen oder dem Nachbarn ein Stück Sonntagskuchen zu bringen, der Kollegin ein Lob auszusprechen oder das Bonbonpapier im Großraumbüro aufzuheben, auch „wenn ich das nicht war“.  Schlechte Umgangsformen sprechen unsere Schmerzrezeptoren an, so Stümer. Unhöflichkeit oder Ignoranz fühlen sich an wie eine Ohrfeige. Gute Manieren und Höflichkeiten dagegen setzen Glücksgefühle frei – wenn man Freude empfindet und wenn man Freude bereitet.  Im Anschluss wurde noch viel diskutiert zum Thema „Gute Manieren 2017“.

 

Auf der Jahreshauptversammlung sind wir von den Mitgliedern des Tanzkreises, unter der Leitung von Frau Bärbel Hammer, mit sehr schwungvollen Tänzen unterhalten worden. Die LandFrauen hatten anschließend die Gelegenheit mitzumachen.